Comeback für Theatergruppe des TV Ebern – Gruppe spielt 2009 das Stück „Der Diener zweier Herren“

Im März 2009 gab es für die Theatergruppe des TV Ebern ein Comeback. Vor begeisterten Zuschauern wurde an zwei Aufführungsterminen das Stück „Der Diener zweier Herren“ in der Aula der Hauptschule Ebern gespielt. Regisseur Karl-Heinz Krebs hatte mit Mitgliedern des ehemaligen Grauturm-Ensembles die richtigen Frauen und Männer gefunden. Es bleibt zu hoffen, dass weitere Stücke folgen.

Theatergruppe des TV Ebern im Jahr 2009

Theatergruppe des TV Ebern im Jahr 2009

Mitwirkende

Schauspieler/Funktionen Mitwirkende
Pandolfa, Geschäftsfrau Pauline Vollkommer
Rosaura, ihre Tochter Heike Stubenrauch
Doktor Lombardi Kilian Stang
Silvio, sein Sohn Felix Gemeinhardt
Beatrice, unter dem Namen
Federico Rasponi
Judith Brunner
Florindo Frank Ziegler
Tebaldo Edmund Stahl
Blandina, Rosaurens Mädchen Mareike Fuchs
Truffaldino Sven Steffan
Aufwärter, Träger Georg Drummer
Soufffleuse Monika Drummer
Regie Karl-Heinz Krebs

Der FT berichtete in Zeitung und Internet wie folgt über diese Theatervorstellung

„Bereits vor über 100 Jahren wurde beim TV 1863 Ebern Theater gespielt, damals ging es, so zeigen die historischen Schriften über den Zweck der Aufführung 1895, um die Anschaffung eines Pferdes. Eine so lange Tradition galt es wiederzubeleben, nachdem es einige Jahre ruhig um die TV-Theatergruppe geworden war; mit Mitgliedern des ehemaligen Grauturm-Ensembles hatte Regisseur Karl-Heinz Krebs die richtigen Frauen und Männer gefunden, und da sie auch noch alle Mitglieder des TV waren, versprach es, ein sportlicher Abend zu werden.

Den hatte bei den Aufführungen am Freitag und am Samstag in der Hauptschul-Aula vor allem Sven Steffan als Diener Truffaldino zu überstehen, denn er hatte definitiv die aufreibendste Rolle: Als „Diener zweier Herren“ musste er bald hier, bald dort seine Arbeit verrichten, und obendrein durften beide Herrschaften nichts voneinander wissen. „Aufzuwarten“ war ständig für den dienstfertigen Burschen, und dies nach allen Seiten.

Ein hungriger Tollpatsch

Am schlimmsten aber plagte den treuherzigen Tollpatsch der Hunger, und so konnte er es gar nicht nachvollziehen, warum die reichen Herren (deren er sich in Aussicht mehrerer Mahlzeiten extra gleich zwei angelacht hatte) einfach nicht zu Tisch wollten. Doch die hatten ganz andere Sorgen, und um dabei den Durchblick zu behalten, musste auch das Publikum fit sein: Der eine Herr war eigentlich eine Dame (in draufgängerischer Motorradkluft und forschem Spiel: Judith Brunner) und verkörperte ihren eigenen Bruder namens Federigo Rasponi, der wiederum im Streit mit ihrem Geliebten (dem souveränen weiteren Dienstherren Florindo alias Frank Ziegler) umgekommen war. Und dies sollte nicht das einzige Verwirrspiel bleiben!

Autor Carlo Goldoni hatte mit diesem Stück seinerzeit die italienische Commedia dell\’arte reformiert, die feststehende Typen fürs Theater vorgab. Statt starrer Charaktermasken bekamen seine Figuren nun aber lebendige und menschliche Züge, und die wurden auch in der Eberner Aufführung glänzend ausgelebt.

Zur tüchtigen Geschäftsfrau Pandolfa wurde Pauline Vollkommer, die ihre aufgewühlte Tochter Rosaura (Heike Stubenrauch) so gerne mit Federigo Rasponi verheiratet hätte; die wiederum schwärmt aber für den feschen Silvio (Felix Gemeinhardt), den Sohn von Doktor Lombardi (Kilian Stang). Dieser ist ob der verwirrenden Ränke- und Wechselspiele bald mit seinem Latein am Ende…. Im Gegensatz dazu bleiben der gutmütige Wirt Tebaldo (Edmund Stahl), der stoische Aufwärter (Georg Drummmer) und Rosaurens hippeliges Dienstmädchen Blandina (Mareike Fuchs) ungerührt und punkten damit beim Publikum. Truffaldino aber macht das Spiel seines Lebens, ist immerzu auf dem Sprung und ficht den Kampf seines schlitzohrigen Daseins auch mit Löffel und Gabel aus – nicht ohne zuweilen Blut und Wasser zu schwitzen.

Als „eigenartiges Gemisch aus Einfalt und Klugheit“ wird er beschrieben, und das trifft den Nagel auf den Kopf. Goldoni ist ein Menschenfreund, und daher geht das Spiel am Ende gut für den Diener aus. Zu Höchstleistungen hat Regisseur Karl-Heinz Krebs mit Souffleuse Monika Drummer das TV-Team getrieben, das neben viel Applaus einiges für die Jugendarbeit einspielte. Eine gelungene Premiere, die auf manches Rückspiel hoffen lässt.“

 

Einige Bilder von der Veranstaltung und den kompletten Bericht finden Sie bei infranken.de.

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