Chronik des TV Ebern – Rückblick auf die Vereinsgeschichte im Jahr 2008

1988: Vor 20 Jahren

125-Jahr-Feier des Turnvereins Ebern 1863 e.V.

„1000er“-Grenze überschritten: Zum Jahresbeginn zählt der Verein 1002 Mitglieder. Das 1000. Mitglied wurde bei der Eröffnungsfeier am 2. Januar in der Stadtbücherei ermittelt.

„Ein Pfiff aus einer Schiedsrichterpfeife schrillte am Samstagabend durch die Räume der Stadtbücherei, als der Zweite Vorsitzende des Turnvereins, Karlheinz Hirsch, stilecht die Eröffnungsfeier zum 125. Vereinsjubiläum einleitete. Eine Menge Prominenz aus dem öffentlichen Leben war erschienen, um die Ausstellung, die Streiflichter aus der Vereinsgeschichte des mitgliederstärksten Eberner Vereins zeigt, zu bewundern… “ (FT, 4.1.88)

Festwochenende vom 1. bis 3. Juli

Die Jubiläumsfeierlichkeiten begannen am Freitagabend mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel auf dem Pausenplatz der Hauptschule. Die ökumenische Feier hielten Pfarrer Erich Bornmüller und Pfarrer Heinrich Knauer. Beim anschließenden Festabend in der Hauptschule trug 2. Vorsitzender Karlheinz Hirsch “ Geschichten aus der TV-Geschichte“ vor. Besonders begrüßt wurden neben den vielen den Gästen vor allem die Ehrenmitglieder Dr. Alois Roth und Erich Weber. Die musikalische Gestaltung des Abends übernahmen das Blasorchester Ebern und der Gesangverein Ebern. Die Mädchen der Turnabteilung bereicherten das Programm mit einem Tanz und einer rhythmischen Gymnastik. Höhepunkt des Abends war die Ehrung von Mitgliedern, die 40 und 25 Jahre dem Verein angehörten und die sich besonders um ihn verdient gemacht hatten. Vorsitzender Werner Einwag und der BLSV-Kreisvorsitzende Leo Zehe nahmen die Auszeichnungen vor. Den Reigen der Grußworte leitete Staatssekretär Albert Meier ein, der den größten Verein der Stadt und dem zweitgrößten Sportverein im Landkreis Haßberge die Glückwünsche übermittelte. Dieses Jubiläum habe politische Bedeutung in dem Sinne, dass der TV sich um die Gemeinschaft, vor allem aber um die Jugend verdient gemacht habe. Es bestehe aller Anlass, so der Staatssekretär, all denen, die sich in dieser Zeit um den Verein bemühten, Dank zu sagen. All die staatlichen Leistungen für den Sport wären nutzlos, wenn es nicht so viele sportbegeisterte Mitglieder gebe, die bereit seien, ihre Freizeit für die Vereine einzusetzen.

Anschließend übermittelte Stellvertretender Landrat Heiner Schneier die Glückwünsche des Landkreises Haßberge und hob hervor, dass der TV wie wohl kaum ein anderer Verein ausgezeichnete Arbeit geleistet habe, die aller Dank verdiene. Der 125-jährige Jubilar sei jung geblieben, schwungvoll und modern. Seine großen Erfolge verdanke er der beispielhaften Mitarbeit vieler Bürger. Jeder vierte Bürger in Ebern sei praktisch Mitglied des TV … Dank sprach Heiner Schneier an Ehrenvorsitzenden Erich Weber aus, der über 17 Jahre lang an der Spitze des Vereins gestanden habe. „Der Verein würde heute nicht so gut dastehen, wenn es Erich Weber nicht gegeben hätte.“

Mit persönlichen Erinnerungen an seine eigene TV-Zeit (er war auch 2. Vorsitzender) verband 1. Bürgermeister Rolf Feulner die Glückwünsche an den Jubilar, die er namens der Stadt Ebern übermittelte. Während seiner Zeit als 2. Vorsitzender habe man gemeinsam versucht, das Dilemma mit dem Sportplatz in Ordnung zu bringen. Der TV habe nun die Chance der Zeit erkannt, den alten Sportplatz gegen einen neuen auszutauschen… „Helfen wir zusammen, damit wir bald ein neues in die Zukunft gerichtetes Sportgelände haben.“

In den Reigen der Gratulanten reihten sich dann unter anderem die Vertreter der Ebern Banken Gerhard Nübling (Sparkasse), Erich Häfner (Raiffeisenbank) und Norbert Schenzle (Volksbank), Vertreter des Turngaues Südoberfranken, des Handballkreises und des Schwimmkreises ein.

Die Festansprache am Ehrenabend hielt der BLSV-Vizepräsident MdL Ludwig Ritter. „Für mich ist es immer wieder bewundernswert, welch enorme Leistungen in 125 Jahren von einem Sportverein ausgehen können. Der TV Ebern ist hierfür ein ausgezeichnetes Beispiel. Mit seinen 1050 Mitgliedern zählt der Verein zu den großen in Bayerischen Landessport-verband“, sagte Ritter eingangs seiner Ansprache.

Der TV habe dabei schon immer eine Mittlerfunktion unter den Bürgern dieser Stadt und auch zwischen den verschiedenen Gemeinden ausgeübt. In diesem Verein hätten seit jeher Geselligkeit und Kameradschaft die Mitglieder in den insgesamt zehn Abteilungen zusammenwachsen lassen. Der Anteil von 40 Prozent Kindern und Jugendlichen beweise die äußerst erfolgreiche Jugendarbeit. Besonders hob Ritter die TV-Fußballjugend hervor, die in der Bezirksliga, der zweithöchsten Liga in Bayern, spiele. Weiterhin erwähnte er die Erfolge der Schwimmabteilung. Mit Ursula Müller, Martin Bortenlänger und Andrea Schauer habe der Verein drei bayerische Meisterinnen und Meister in seinen Reihen. Erfolge könnten auch die Volleyballer vermelden. Sowohl die Damen- wie auch die Herrenmannschaft spiele in der Landesliga. Mit elf Mannschaften sei die Handballabteilung sehr gut vertreten.

Der BLSV-Vizepräsident hob hervor, dass die Turn- und Sportvereine in der modernen Gesellschaft wichtige pädagogische und soziale Funktionen erfüllen würden. Sie trügen, vor allem bei den Jugendlichen, zur Persönlichkeitsbildung bei und böten wirksame Hilfen für das Zusammenleben in der Gemeinschaft. Mit seinen Freizeit- und Breitensport-Angeboten habe der TV Ebern die Maxime des BLSV „Sport für alle“ auf das Beste in die Praxis umgesetzt.

„Nicht nur die großen sportlichen Erfolge, sondern auch die Aktivitäten auf dem Gebiet des Breiten- und Freizeitsports sind wirklich beachtlich: das Mutter-und-Kind-Turnen, die Hausfrauen-Gymnastik, die „Alte-Herren“-Turnriege und ganz besonders natürlich der Koronarsport.“ (aus: NP,4.7.88).

1983: Vor 25 Jahren

Fußball

Aufstieg aus der A-Klasse in die Bezirksliga West

Handball

Länderspiel der männlichen Junioren Bayern – Hessen in Ebern

Die Handballabteilung lädt einen Koch aus Südfrankreich (Les Saintes Marie de la Mêre) ein, um französische Kochkunst zu demonstrieren.

Leichtathletikabteilung löst sich auf.

Coronarsportgruppe wird gegründet.

Schwimmer lassen aufhorchen:

Martin Bortenlänger wird dreifacher oberfränkische Jahrgangsmeister, bayerischer Juniorenmeister über seine Spezialstrecke 100 und 200–Meter Brust und 26. bei den Deutschen Meisterschaften in Hannover.

Ursula Müller wird oberfränkische und bayerische Meisterin über 100 m Brust, erreicht den achten Platz bei den Deutschen Meisterschaften in Hannover und den achten Rang bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Frankfurt.

Frank Werner schwimmt bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Frankfurt auf den 7.Platz, Markus Werner und Martin Bortenlänger werden 17. Silber und Bronze bei den Bayerischen in Landshut für Ursula Müller.

Ilona Förster wird dreimal oberfränkische Jahrgangsmeisterin.

Turner und Schwimmer nehmen am Deutschen Turnfest in Frankfurt teil.

Tischtennisabteilung führt die Kreiseinzelmeisterschaft und das Bayernschild-Turnier durch.

1978: Vor 30 Jahren

Erstes Hallenfußballturnier in der Dreifachturnhalle.

Beginn der Verbandspiele der Handballer mit einer m C (Jahrgang 65/67) und m A

(Jahrgang 61/62), ab Mai auch mit Mädchen.

Volleyballturnier mit namhaften bayerischen Mannschaften. Länderspiel im Volleyball

CSSR – Bayernauswahl

Leichtathletik

Beitritt des TV zur Leichtathletikgemeinschaft im Landkreis.

Turnen

Heinrich Schmitt, Josef Einwag und Alfons Müller nehmen am Altersturnfest in Waldmünchen teil, ebenso am Deutschen Turnfest in Hannover. Heinrich Schmitt wird hier als ältester Teilnehmer mit 88 Jahren besonders geehrt.

1968: Vor 40 Jahren

Turnen

Länderkampf zwischen Bayern und Rheinland im Trampolinturnen im Kugelfischersaal

Leichtathletik

An 28 Sportveranstaltungen wurde teilgenommen und dabei 10.000 Kilometer mit dem Auto zurückgelegt. Der 18-jährige Jürgen Finzel errang 9 Siege auf den Mittelstrecken. Die Abteilung gewann zusammen 179 Preise in dieser Saison. Höhepunkt war der Besuch des Deutschen Turnfestes in Berlin.

Faustball

Kreismeister der Männer Klasse III Oberfranken-Süd

Fasching

Die „letzten Bauern“ und erhielten den größten Beifall

„Helau, helau!“ so tönte es am Fasenachtssonntag laut durch die Straßen der Kreisstadt. Nach vielen, vielen Jahren erlebte Ebern wieder einen Faschingszug, dennoch – die Akteure waren „nicht von gestern“. Der TV Ebern als Veranstalter bereitete den Einheimischen und vielen Besuchern aus den Landgemeinden die Überraschung des Jahres! … Am frühen Nachmittag waren rund 30 Faschingswagen und Gruppen am Kapellenstegsweg und in der Human-Straße aufgefahren. … Die Attraktionen reichten von Rudi Dutschke und Fritz Teufel bis zu den letzten Bauern „vo Äbern“.… Auf einem schweren Fahrzeug der Bundeswehr war Eberns gescheiterte Mondrakete für das Sportzentrum montiert … Von der Bütt aus, die neben dem Gabelmann auf dem Marktplatz postiert wurde, begrüßte TV-Vorsitzender Bernhard Söhnlein, diesmal in wilhelminischer Gestalt, die Narren aus nah und fern. Er erinnerte daran, dass der „Äbra Faschingszug“ schon immer eine Wucht war, besonders in den dreißiger Jahren. Auch in der heutigen Zeit gebe es noch genug Narren…

… Als Symbol der Eberner Fasenacht stieg der „Eberner Till“, sehr wirkungsvoll verkörpert durch TV-Vorstandsmitglied Wilfried Mölter, einen der Initiatoren des Faschingszuges, in die Bütt, um der Narrenfreiheit freien Lauf zu lassen. … Ein neues Stadion müsse her, doch den Überschlauen sagte Till, dass der TV keine Reitbahn bauen will. „Will unsere Stadt in 20 Jahren, zu Sport und Spiel nach Baunach fahren, so muss der hohe Rat der Stadt, mal zeigen, was er kann und hat. Noch ist er frei, der Platz am Angergraben und für was Müh auch leicht zu haben!“

Wahlen
1. Vorsitzender Erich Weber, 2. Vorsitzender Rolf Feulner, Schriftführer Wolfhard Günther, Kassier Christian Frieß, Oberturnwart Alfons Müller, Zeugwart Heinrich Grimmer, Wanderwart Bruno Müller

1948: Vor 60 Jahren

Ehrenmitglieder

„In einer weiteren Generalversammlung am 13.4.1948 wurde der Beschluss gefasst, nachstehend genannte Mitglieder wegen ihrer langjährigen aktiven Tätigkeit zu Ehrenmitgliedern zu ernennen:

Hans Brückner, August Hermsdörfer, Nikolaus Müller, Heinrich Schmitt und Josef Schmitt.“ (aus: Festschrift 1963)

Fußball

Aufstieg der Fußballer in die Bezirksklasse B I. Die Spieler, die diese Meisterschaft bzw. den Aufstieg erkämpft hatten, waren Gerd Prahl, Eduard Else, Kurt Hawranek, Karl Schäfer, Hans Löhr, Heinrich Einwag, Oskar Konrad, Willy Schmitt, Friedemann Reichel, Willi Schaller, Kurt Schievelbusch, Hans Dippold, Willi Buss, Rudi Sauter, Rudi Dötsch, Hans Bauer, Edgar Ott, Ottmar Spielmann und Georg Pfister. (aus: Festschrift 1988)

1933: Vor 75 Jahren

Fasching

Scheich Sidi Ben Kerim in Ebern

„Vom südlichen Stadttor her zieht er mit großem Prunk in Ebern ein. Ihm folgt ein imposantes Aufgebot waffengeschmückter Krieger auf ihren arabischen Vollblutrössern. Eine stolze Nachbildung der Grabmoschee einer verstorbenen Lieblingsfrau gibt dem Zug echt orientalisches Gepräge. Zwei exotische Musikkapellen spielen auf! In einer Sänfte wird die Lieblingsfrau des Scheichs getragen. Ihm folgt viel Fußvolk, Männer, Frauen und Kinder in der malerischen Tracht der sonnendurchbrannten Wüste. Am Marktplatz hällt der Scheich eine hochinteressante Ansprache an sein Volk und übergibt der Stadt Ebern zum Geschenk ein Schaf aus den Steppen Arabiens. Mit der arabischen Nationalhymne schließt der Chor der Beduinen. Am Dienstag gegen 15 Uhr nehmen die Gäste Abschied von Ebern und ziehen in ihre Heimat zurück.“

Turnfest in Stuttgart vom 22. bis 30. Juni 1933

Als der Ruf „Auf nach Stuttgart“ über die deutschen Lande brauste und wieder mit elementarer Wucht der Geist Vater Jahn’s die deutsche Turnerschaft auf den Plan rief, da war es auch der TV Ebern, der in großer turnerischer Begeisterung entflammte und zum 15. Deutschen Turnfest seine Teilnahme zusagte. Ab Bamberg brachte ein Sonderzug mit 22 Wagen auch die Eberner Turner in das schöne Schwabenländle. Die Stadt Stuttgart glich einem einzigen Fahnenmeer. Außer dem Turnfest selber werden auch die Feierstunden (Begrüßungsabend, Bannerübergabe, Kundgebung für die Saar u. a.) allen Turnern unvergessen bleiben.

Der TV Ebern stellte zum Gauturnfest in Schlüsselfeld an 19.6.1933 eine große Riege von Turnern ab, die hervorragende Siege mit nach Hause bringen konnten (10 Eichenkränze!).

Die Heimatwettkämpfe, die am 11. September 1933 in Ebern stattfanden, brachten dem TV Ebern den ersten Sieger- und Wanderpreis des Bezirks Ebern.“ (aus: Festschrift 1963)

1928: Vor 80 Jahren:

Turnen

„Am 8. Mai unternahm der TV Ebern eine Turnerfahrt nach Memmelsdorf. Zusammen mit den Turnerinnen und Turnern aus Memmelsdorf und Untermerzbach gelangten turnerische Übungen sowie gut eingeübte Reigen und Volkstänze zur Aufführung, die viel Anklang bei den zahlreichen Zuschauern fanden. Besonderen Beifall ernteten die 25 Jungturner aus Ebern, im Alter von 4 bis 10 Jahren, mit ihren exakten Übungen. Höhepunkt waren die Gipfelübungen des Eberner Meisters, 1. Turnwart Josef Schmitt.

Am 30.6. hielt der TV Maroldsweisach sein 25-jähriges Stiftungsfest ab. Der TV Ebern als Patenverein nahm an den Wettkämpfen mit einer größeren Anzahl Turnerinnen und Turner teil.

Vom 28.7. bis 30.7. fand in Köln das 14. Deutsche Turnfest statt. Vom TV Ebern nahmen mit Vereinsfahne daran teil: Wagner Franz, Zeugwart – Schmitt Josef, 1. Turnwart -May Josef – Mai Karl, -Kuhn Martin – Liebender August.

19. August: TV Neustadt bei Coburg in Ebern mit 50 Teilnehmern zu Gast.

Einen weiteren Bunten Abend startete der Turnverein am 21.10.1928 im Forster-Saal, um dessen Zustandekommen sich neben den beiden Tw. besonders Tbr. Hans Scherer verdient gemacht hat. Der Abend war in erster Linie dem Gedenken an Turnvater Jahn gewidmet. Frl. Marie May trug einen passenden Prolog vor. Als Glanzpunkt des Abends darf wohl der Märchenzauber „Beim Eberner Gabelmann“ angesprochen werden.“

(aus: Festschrift 1963)

Faschingszug

„Was den Umzug „Alt Heidelberg“ anlangt, so entsprang dieser der „Idee“, etwas „Lustiges“ zu bringen. Er hat auch seinen Zweck erreicht, denn von „Auswärts“ waren viele Personen anwesend. Das große geschmückte 20 hl Faß und die kleinen „Sulkis“, besetzt mit Damen aus der „Rokoko-Zeit“ und Studenten, fanden allgemein Beifall. (aus: Festschrift 1988)

Fußball

In diesem Jahr traten die Ebern Fußballer einer Lösung der Platzfrage näher.

Man pachtete ein Grundstück auf dem so genannten „Siechanger“, einem Gelände, auf dem heute die Firma Kugelfischer & Co. etabliert ist und das damals der Familie von Rotenhan gehörte. Vorerst war der Platz noch ein in Beete geteilter Kleeacker mit hügeligen Furchen. Aber Fußballer finden immer einen Ausweg! Zu nachtschlafener Zeit – damit die Eltern nichts merkten – umwickelte Fritz Zürl dem Pferd seines Vaters die Hufe mit alten Säcken und führte den treuen „Braunen“ auf den Kleeacker, wo man mit Hilfe des einen „PS“ versuchte, den Furchen und Unebenheiten Herr zu werden, was jedoch nur zum Teil gelang. Aber in mühseliger Handarbeit griffen die Sportler zu Schaufel und Pickel und ebneten das Gelände

1908: Vor 100 Jahren

2. Februar: In der heutigen Ausschusssitzung kamen nachstehendes zu Beschlussfassung:

1. Für eine spätere Theateraufführung wird ausgesucht und bestellt: „Dein Sohn wird mein Rächer sein“ und „Der fehlende Knopf „…

4. Zum Turnen im Turnlokale ist eine zweite „Kokosmatte“ nötig und soll ein solche 2m lang 1m breit angekauft werden. Der Betrag von 12 M, der für einen Turnhallen-Baufond angesammelt wurde, soll hiezu vorschussweise verwendet werden.

21. April: Der Kriegerverein Rentweinsdorf läd den Turnverein Ebern zu seinem II. Fahnenweihefest ein und wird sich hieran der Verein beteiligen.

26. Mai: Von den Zöglingen wurden am Sonntag im Winterturnlokale zwei Lampen zerbrochen und sollen dieselben festgestellt und ihnen die Zahlung des angerichteten Schadens auferlegt werden.

Schon seit längerer Zeit wurde wegen Feuchtigkeit des Sommerturnplatzes eine Auffüllung desselben als wünschenswert betrachtet. Da nun Herr Spenglermeister Heinert an die Stadt-gemeinde und an den Ausschuss den Antrag stellte, diese Auffüllung mit Bauschutt vorzunehmen, so wurde dieser Gegenstand heute einer eingehenden Beratung unterzogen und kam zu dem Beschlusse, dass dem Antrag des Herrn Heinert stattgegeben werde, da auch die Stadtgemeinde bereits die Genehmigung erteilte. Der Ausschuss gelangte zur Überzeugung dass durch die Auffüllung des Turnplatzes eine Verbesserung desselben herbeigeführt wird, da sich Herr Heinert verpflichtete, den Platz wieder ordnungsmäßig zu ebnen und gut mit Boden und Sand zu decken.

1.Sept.:Das diesjährige Abturnen findet am 13. ds. Mts. statt und soll dasselbe als ein Probewettturnen gedacht sein mit 5 Kampf. (3 Geräteübungen, Hochsprung, Stemmen, ¾ Ztr.)

1883: Vor 125 Jahren

5.8.: Der langjährige 1.Vorstand und Gründungsmitglied Franz Michael Bandorf wird zum Ehrenmitglied des TV Ebern ernannt

1878: Vor 130 Jahren:

Weihe einer Vereinsfahne: „Die Weihe einer Vereinsfahne, gestiftet von den Frauen und Jungfrauen der Stadt Ebern, konnte bereits am 31. Juli 1878 erfolgen. Der Tag der Fahnenweihe wurde sehr festlich begangen:

Programm zur Fahnenweihe des Turnvereins Ebern

am 21ten Juli 1878

1. am 21. Juli Früh 6 Uhr Tagreveille
2. zwischen 7 u. 10.00 Uhr Empfang der Gäste und Vertheilung der Festzeichen
3. um 10 ½ Übergabe der Fahne am Marktplatz
4. Festzug durch die Stadt zum Vereinslokal
5. hierauf Mittagstisch in verschiedenen Wirtschaften
6. um 2 Uhr Sammeln am Rathhaus und Zug auf den Turnplatz, hier Frei-, Sieger- und Kürturnen
7. um 5 Uhr Zug auf den Kriegerhein, daselbst musikalische Unterhaltung abwechselnd mit Gesangsvorträgen
8. abends 8 Uhr Rückzug ins Vereinslokal daselbst Ball

das Festcomite “ (aus: Festschrift 1963)

Ihre Meinung ist uns wichtig! Diskutieren Sie mit uns über diesen Artikel.

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.