Chronik des TV Ebern über die Kriegsjahre 1914 bis 1918

Zwischen  August 1915 und 19.Februar 1919 findet sich im Protokollbuch nur der folgende undatierte Eintrag zur Chronik des TV Ebern über die Kriegsjahre:

Als in den heißen Sommertagen 1914 die Kriegsfanfaren durch die deutschen Gaue tönten, da eilte eine nicht unbeträchtliche Zahl von Angehörigen der deutschen Turnerschaft zu den Fahnen, um die in den langen Friedensjahren gesammelten körperlichen und geistigen Kräfte einzusetzen für des Volkes Höchste(s) , nämlich um die Heimat zu schützen gegen eine Welt von Feinden.

Auch aus den Reihen der Mitglieder des Turnvereins Ebern leisteten viele, teilweise als Kriegsfreiwillige, dem Rufe des Vaterlandes Folge. Leider sah mancher liebe Freund die Heimat nicht wieder, sondern musste sein Leben auf dem Schlachtfeld opfern. Der über 4 Jahre währende Krieg, dessen Ausgang und Folgen für das deutsche Volk so überaus bedauerlich sind, riss große Lücken in unseren Verein. In erster Linie sei hier nochmals unseres Turnwartes Oswald May Erwähnung getan, eines ganzen Mannes, der sich um das Vereinswohl große Verdienste erwarb.

Vereinsfahne des TV Ebern vom Jahr 1878

Vereinsfahne des TV Ebern vom Jahr 1878

Weiter hat der Verein den Verlust folgender Turngenossen zu beklagen:

  • Daut Josef, Notariatsgehilfe,
  • Deublein Josef, Gastwirtssohn von Preppach,
  • Müller Georg, Tümchner
  • Schmitt Hermann, Gerber
  • Nadler Fritz, Bäcker
  • Hau Fritz, Renteigehilfe von Reutersbrunn
  • Eisfelder Max, Ökonomensohn
  • Hermsdörfer Hans, Metzger
  • Gärtner Franz, Schriftsetzer
  • Grimmer Ernst, Wagner
  • Der Verein verlor ferner während der Kriegsjahre durch Tod folgende Mitglieder:
  • Schumacher Leo, Schreinermeister,
  • Schnös Josef, Kaufmann
  • Thein Adam, Konditor
  • Göbel Ludwig, Taglöhner
  • Donnerstag Paul, Sattler
  • In Kriegsgefangenschaft befinden sich noch
  • Kuhmann August, Schreiner
  • Schmitt Josef ,Mechaniker

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